Sind Globuli bzw. die Homöopathie wirksam oder nicht?
Da sich mehr und mehr Menschen den sanften Therapien zuwenden, erfreuen sich die homöopathischen Arzneimittel seit Jahren immer größerer Beliebheit. Und das, obwohl die Wissenschaft immer noch darüber streitet, ob die Globuli überhaupt helfen.
Sie kennen das ja auch: Sie schneiden in der Küche eine Zwiebel und schon tränen die Augen. Die Zwiebel ist in der Homöopathie Allium cepa. Die Nase läuft, sobald man eine kleine Weile Zwiebeln schneidet. Funktioniert also, könnte man jetzt sagen. Doch halt, hier ist Allium cepa unverdünnt!
In verdünnter Form hingegen trifft dies auf die Küchenzwiebel nicht mehr zu. Als "Allium cepa unterstützt es Sie, wenn Sie unter Beschwerden wie einem Heuschnupfen mit scharfem Sekret und Tränenfluß leiden.
Aber trifft das auch wirklich zu?
Der Grundsatz "Gleiches mit Gleichem behandeln"
Das bedeutet so viel: Wenn die Zwiebel Tränen verursacht, hilft es auch gegen Krankheiten, die zu Tränen führen.
Dies gilt für die Zwiebel, und dies gilt auch für die anderen inzwischen knapp 2500 homöopathischen Arzneimittel.
Diese werden hergestellt aus unterschiedlichsten Materialien, wie etwa Mineralien, Pflanzen und tierischen Materialien.
Jeder einzelne dieser Ursprungsstoffe zeigt bei gesunden Personen eine eindeutige Auswirkung. Und entsprechende dieser Auswirkung eignet sich eine Substanz als Heilmittel für ähnliche Beschwerden.
So weit so gut.
Doch streitet man in der Wissenschaft bis heutzutage um die offizielle Anerkennung der Wirkung.
Eine Reihe von Untersuchungen wurden durchgeführt. Das Ergebnis vieler dieser Untersuchungen zeigten, dass die Wirksamkeit nahezu identisch waren mit Placebos.
Doch Stopp, diesen Untersuchungen widersprechen andere Publikationen, die widerum eine Wirksamkeit bestätigen. Allerdings: Deren wissenschaftliche Anerkennung wird in der Regel sehr stark kritisiert.
Der stärkste Vorwurf ist: Die gängigen Maßstäbe von "richtigen" Studien seien nicht beachtet worden.
So streitet man sich also hin und her. Witzigerweise haben aber dennoch immer zahllose Homöopathen eine eigene Praxis und zufriedene Patienten. Doch weiter im Text!
Viele Personen, die auf homöopathische Arzneimittel schwören, sagen wahrscheinlich: wenn es nicht hilft, schadet es zumindest nicht. Und wenn es doch hilft, ist es ja gut. Selbst wenn es nur eine Placebowirkung ist.
Da immer mehr Menschen dies so sehen und von der Homöopathie Besserung finden, tragen zahlreiche Krankenkassen dem Rechnung und bezahlen sie, zumindest teilweise.
Doch auch das ist ja kein Beweis der Wirksamkeit.
Die Fakten
- Contra: Globuli sind so stark verdünnt, dass teils gar nichts mehr von den Wirkstoffen nachgewiesen werden kann
- Contra: Placebos wirken genau so gut, zumindest manchmal
- Contra: Durch die Homöopathie soll eine körpereigene "Heilenergie" angeregt werden, die nicht belegt ist
- Pro: Wenn es nur Placebo wäre, würden Tiere nicht darauf ansprechen
- Pro: Wenn es nur eine Glaubensfrage wäre, würden "Ungläubige" keine Wirkung bemerken
- Pro: Wenn man etwas heute nicht belegen kann, dann evtl. Aber in ein paar Jahren. Die Messmethoden sind eben noch nicht fein genug.
Sie sehen vielleicht, dass man hier viel diskutieren kann.
Zugegeben klingt es für rationale Menschen unglaubwürdig, was in der Homöopathie so abläuft.
Aber mal unter uns: hätten Menschen vor 20 Jahren daran geglaubt, dass genetisch angepasste Medikamente spezialisiert für jeden Patienten geben könnte? Eventuell kann man ja in einigen Jahren belegen, dass die Homöopathie hilft.
Bis dahin sollte getrost jeder das tun, was er für sich richtig hält!
Und ob die Homöopathie wirkt: also bei mir schon. Und bei vielen vielen anderen Menschen, die ich kenne, auch.
Also für mich persönlich eindeutig schon! Und ich bin ja auch lieber gesund als krank. Gesund mit Globuli und der Homöopathie!